Alles #permanentbeta, nur die Personalentwicklung nicht?

Hey, du! Ja, dich meine ich! Nun bleib‘ doch mal stehen! Du machst nen super Job, das sehen wir hier alle. Total verantwortungsbewusst, Wahnsinn. Also dein ganzes Team eigentlich, total autonom seid ihr ja unterwegs. Was ihr schon alles auf die Straße gebracht habt, raus zum Kunden, in kurzer Zeit – wirklich der Hammer!

Ich falle jetzt mal mit der Tür ins Haus: Jemand wie du muss sich doch weiterentwickeln. Jetzt setz‘ dich mal bitte. Guckmal, hier ist ein Curriculum, darauf sind wir wirklich stolz. Das Programm „In 10 Monaten zur Minimum Viable Product-Denke“ haben wir in vier Jahren entwickelt. Hier sind die Lernziele. Logg‘ dich mal ein hier, schau mal, da gibt es nach jedem Modul einen Test, den du bestehen musst. Wenn du es geschafft hast, kannst du im firmeninternen Ranking Krönchen sammeln und bist dann Dingsbums of the year!

Achso, das interessiert dich gar nicht. Du möchtest dich gerne in eine andere Rolle entwickeln. Moment! Sprich nicht weiter! Das ist gar kein Problem! Hier, das ist unser 2-Jahres-Programm zum Certified Manager of Linienorganisation. Da stehen die Termine und der durchgerechnete Arbeitsaufwand für jemandem mit ähnlichem IQ wie du. Vorher findet ein Assessment Center statt, das ist immer so um den Nikolaustag herum. Ach ja, und wenn du dich auf dieses knallharte AC vorbereiten möchtest, geht das natürlich wieder im eingangs erwähnten Lernportal. Warte, ich flitz‘ mal eben zum Drucker, dann kannste das mitnehmen. (—-) Wo biste denn hin??????

Hier stimmt doch was nicht?

So oder ähnlich sieht es aus, das klassische Verständnis von Personalentwicklung. Der Personalentwickler organisiert den Lernprozess nach allen Regeln der Kunst komplett durch: Lernziele, Meilensteine, Case Studies, homogene Gruppen durch genormte Eingangsvoraussetzungen… Damit zementieren wir ein extrinsisches Lernverständnis. Und entmündigen damit allmählich die Lernenden.

Dabei kann es viel leichter gehen, wenn wir einfach den agilen IT-Kollegen ein bisschen über die Schultern schauen! Überträgt man deren Kernwerte auf die Personalentwicklungsarbeit, ergeben sich nämlich ganz andere Möglichkeiten. Versprochen!

Reden wir über Alternativen!

Und wer jetzt wissen möchte, was damit gemeint ist, der komme bitte am 13. September auf der Zukunft Personal in der Blogger Lounge vorbei! Dort stelle ich die Prinzipien vor, zeige wie sowas praktisch aussehen kann und freue mich über allerlei quirlige Mit-Diskutanten!

Gewinne, Gewinne, Gewinne!

Wer dafür eine Freikarte möchte, kann sie in einem maximal intransparenten Losverfahren hier bei mir gewinnen. Einfach ein leidenschaftliches „Ja, ich will!“ in die Kommentare schreiben und Mailadresse nicht vergessen. Ich würde mich wirklich freuen!

Und damit das Ganze eine runde Sache wird, werde ich nach der Session an dieser Stelle noch etwas darüber schreiben.

 

1 Comment

  • Reply
    Lars Richter
    30. August 2018 at 17:00

    Hallo Dagmar,

    mal wieder ein echt prima Artikel! Ich wünsch Dir auf jeden Fall viel Spaß auf der Zukunft Personal. Freu mich schon auf den dazugehörigen Blogeintrag.

    Liebe Grüße!

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